Verleihung der Johann-Evangelist-Fürst-Medaille an Josef Kern 

Der Bezirksverband für Gartenkultur und Landespflege Niederbayern ehrt mit der Verleihung der Johann-Evangelist-Fürst Medaille herausragende Persönlichkeiten der Gartenkultur und der Landespflege und es ist  uns ein Anliegen, das Andenken an das Le¬benswerk des großen niederbayerischen Förderers der Landwirtschaft, der Gartenkultur, der Landesverschönerung und des Obstanbaues Johann-Evangelist-Fürst, zu bewahren.
J.E. Fürst ist uns in seinem Schaffen ein großes Vorbild, welches wir in Erinnerung halten wollen!
Deshalb verleiht der Bezirksverband Niederbayern seit 2009  an Persönlichkeiten, die in seinem Sinne außerge¬wöhnlich begeisternd, zielstrebig und idealistisch tätig waren, die Jo-hann-Evangelist-Fürst Medaille.
Als Dachorganisation der Gartenbauvereine Niederbayerns mit insgesamt ca. 75.000 Mitgliedern in 384 Gartenbauvereinen ist unsere Bürgerbewegung flächendeckend in ganz Niederbayern vertreten.
Und nachdem wir uns intensiver mit dem Lebenswerk von J.E. Fürst beschäftigt hatten, erkannten wir seine Bedeutung.
Hans Niedernhuber trug die Idee dieser Auszeichnung in die Bezirksvorstandschaft. Seine Begeisterung für die Person Johann-Evangelist-Fürst und sein Lebenswerk führten zu dem Beschluss diese Auszeichnung zu kreieren.
Hans fand in dem Historiker und Wissenschaftlichen Dokumentar Ronald Schmid eine Persönlichkeit die eine kleine Broschüre über das Leben und Werk verfasste. Die Broschüre ist bei der Ausstellung unten erhältlich.
Die Medaille, die ich heute übergeben darf, gestaltete Hans selbst. Er hat dann auch den Bronzeguss veranlasst.

Ab 2009 wurde diese Ehrung dann an Persönlichkeiten aus Niederbayern, die für die Gartenkultur und die Landespflege Herausragendes geleistet haben, durch den Bezirksverband vergeben.
Heute zeichnen wir eine Person aus, die seit einem Viertel-Jahrhundert ein engagierter Förderer der Gartenkultur in seiner Heimatgemeinde, im Landkreis Freyung-Grafenau und in ganz Niederbayern ist.
Josef Kern,  Freunde nennen ihn Sepp, ist seit 1994 Mitglied der Kreisverbandsleitung des Kreisverbandes Freyung-Grafenau und übernahm im April 2002 in Innernzell das Amt des Kreisvorsitzenden von Karl Wiesmeier.
Bis März 2014 prägte er 12 Jahre lang als engagierter Vorsitzender die Arbeit des Kreisverbandes. Im Oktober 2004 wurde er dann auch noch zum 2. Vorsitzenden des Bezirksverbandes gewählt und kam bis 2012 bei offiziellen Veranstaltungen relativ häufig zum Einsatz, da der damalige Vorsitzende Alois Schrögmeier beruflich leider öfters verhindert war.
Gleichzeitig ist er seit der Gründung 1985 Mitglied des Gartenbauvereins Fürsteneck und war von 1993 bis 2014 dessen 1. Vorsitzender.
In dieser Zeit wurde der GV Fürsteneck zum viertgrößten Ortsverein im Kreisverband und hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit 20% sogar die meisten Mitglieder aller Ortsvereine im Landkreis.
All die Aktionen und Veranstaltungen aufzuzählen die unter seiner Leitung im Ortsverein und Kreisverband erfolgreich durchgeführt wurden, würde den Rahmen des heutigen Nachmittags mit Sicherheit sprengen.
Deshalb möchte ich exemplarisch nur zwei Höhepunkte herausstellen:
Auf Ortsebene war es sicher das Rosen und Lichterfest zum 25jährigen Jubiläum des Ortsvereins am 12./13. Juni 2010 auf Schloss Fürsteneck mit über 3000 Besuchern -
und auf Kreisebene und weit darüber hinaus die Gartenschau „Natur in Waldkirchen“ 2007 wo der Kreisverband mit dem „Paradiesgarten“ einen der Publikumsmagneten der Gartenschau geschaffen hatte.
Für Einsätze bei Aktionen, Veranstaltungen und Wettbewerben wie „Unser Dorf hat Zukunft“ opfert er oftmals sogar seine  Urlaubstage.
Sepp Kern war kein Vorsitzender der sein Amt nur als reine Repräsentationsaufgabe sah, er verstand sich sozusagen als Familienoberhaupt der Gartlerfamilie im Landkreis. Und so lag ihm auch jedes einzelne Familienmitglied am Herzen. Gerne besuchte er Mitgliederversammlungen, Jubiläumsveranstaltungen oder sonstige Vereinsfeste und hielt so den Kontakt zu seiner „Familie“, den Gartenbauvereinen. Probleme in den Vereinen gingen ihm sehr nahe  und er war daher stets um Ausgleich bemüht.
Seinem „Steckenpferd“ den Rosen, widmet er sich seit einigen Jahren mit der Gründung und Leitung der „Rosenfreunde Schloss Fürsteneck“ in besonderer Weise und ist eifrig dabei, zusammen mit seiner Frau Therese, ihr eigenes kleines Rosenparadies in Anzerreut zu gestalten. Hier können inzwischen sogar Rosenseminare gebucht werden und Produkte aus und rund um Rosen geordert werden. Gemeinsam bieten die beiden Rosenexperten Niederbayern weit auch Vorträge und Kurse zum Thema Rosen an.
Schon seit seinem beginnenden Interesse für den Gartenbau in den 80er Jahren liegt Sepp aber auch der Obstanbau besonders am Herzen. Er ist geprüfter Gartenpfleger und hat dazu im Laufe der Jahre zahlreiche Kurse auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene besucht. Er ist ein sehr guter Sortenkenner und hat sich in diesem Bereich einen großen Erfahrungsschatz angeeignet den er gerne weitergibt. Sooft es ihm möglich ist nimmt er an den Veranstaltungen und Lehrfahrten des Arbeitskreises Pomologie im Bezirksverband teil.
Bei Schnitt- und Pflegeeinsätzen im Kreis-Obstlehrgarten Eckertsreut ist er als Fachmann sehr gefragt.
Sepp Kern hat sich in besonderer Weise schon seit Jahren mit dem Lebenswerk von J.E. Fürst beschäftigt. Privat besitzt er einige historische Veröffentlichungen hierzu.
Es ist mir daher eine besondere Freude dir das antiquarische Buch „Simon Strüf“ Band 2 im Auftrag des Bezirksverbandes zu übergeben um es deiner Sammlung hinzu zufügen.
Die von dir initiierte und gestaltete Ausstellung im Ausstellungsraum werden wir ja uns ja heute alle ansehen.
Ich bin mir sicher, dass alle hier Anwesenden gemeinsam bestätigen, dass du die aufgeführten Tätigkeiten bisher mit Leidenschaft und persönlichem Einsatz gemeistert hast, und  wir hoffen, dass dies auch in der Zukunft so sein wird!
Danken darf ich deiner Frau Therese. Sie hat dich unterstützt und dir den Freiraum für dein Engagement gelassen!
Für ihren Rosengarten habe ich die Strauch- und Kletterrose Maria Lisa mitgebracht. Sie ist einmal blühend, hat eine enorme Blütenfülle mit rosa Blüten mit weißem Auge, ist sehr frosthart und gesund.
Lieber Sepp, für deine gar nicht hoch genug einzuschätzenden Leistungen zur Förderung der niederbayerischen Gartenkultur dürfen wir dir heute die Johann-Evangelist-Fürst-Medaille 2017 überreichen.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser hohen Auszeichnung.
Wir wünschen uns mit Dir weiterhin gute Zusammenarbeit.

 

Verliehen wurde die Auszeichnung im Rahmen folgender Ausstellung:

20170919102335981_0001 PNP_20170913_Ganz Bayern einGarten

PNP_20170921_Fürst-Medaille