Waldemar Wimmer


Herzlich gratulierten (hinten von links) Laudator Hans Niedernhuber, Bezirksvorsitzender Michael Weidner, Bürgermeister Wolfgang Beißmann und stellvertretender Landrat Kurt Vallee dem Preisträger Waldemar Wimmer (vorne) und seiner Partnerin Angelika Thiele. − Foto: Gruber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfarrkirchen. Der anerkannte Pomologe Waldemar Wimmer aus Rockern ist der diesjährige Preisträger des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege Niederbayern. Aus den 75000 Mitgliedern wählt der Bezirksverband jeweils eine herausragende Persönlichkeit aus, die mit der Johann-Evangelist-Fürst Medaille geehrt wird, informierte der Bezirksvorsitzende Michael Weidner bei seiner Begrüßung. Preisträger der letzten Jahre waren genauso nach Rockern gekommen wie viele Vertreter der Gartenbauvereine aus dem gesamten Landkreis.

Viel Lob von allen Seiten Bürgermeister Wolfgang Beißmann gratulierte dem Preisträger und meinte, dass die Ehrung schon etwas Besonderes für die Stadt sei. Waldemar Wimmer sei ein Verfechter heimatlicher Kulturpflanzen und Obstsorten. Der Apfel sei eine Allzweckwaffe gegen viele Beschwerden und Wimmer sei ein Förderer der Regionalität. Man solle beim Einkaufen mehr regionale Produkte beachten, mahnte der Bürgermeister: “Wir sollten nicht von der Substanz der Natur leben, sondern von den Erträgen.”

Als “Apfel-Papst” bezeichnete stellvertretender Landrat Kurt Vallée seinen Freund Waldemar Wimmer. Er wisse alles über diese Früchte, die dem Laien so alltäglich erscheinen. Wimmer behalte aber sein Wissen nicht für sich, sondern habe es nun auch in einem Buch veröffentlicht. Vallée gratulierte im Namen des Landkreises zu der Auszeichnung.

In seiner Laudatio verglich Hans Niedernhuber, der Vorsitzende des Arbeitskreises Pomologie und Geschäftsführer des Bezirksverbandes den Preisträger Waldemar Wimmer mit dem Namensgeber der Medaille. Fürst lebte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Straubing und dann in Frauendorf, in der Nähe von Vilshofen, wo er die “Praktische Gartenbaugesellschaft” gründete und dort eine gigantische Musterökonomie aufbaute. Fürst wirkte auch als Autor von bäuerlichen Fachzeitschriften.

Der Laudator erinnerte an die vielen ähnlichen Tätigkeiten des Geehrten. Als zweiter Vorsitzender des OGV Pfarrkirchen habe er 19 Jahre seine Erfahrung eingebracht. Ebenso als Beisitzer im Kreisverband. Seit der Gründung des Arbeitskreises Pomologie im Jahre 2005 habe er zusammen mit Franz Reitberger diesen geführt. Auch verwies Niedernhuber auf die Apfelausstellungen, Fachvorträge, Vorführungen und das Kinderprogramm. Bereits als Kind habe Waldemar Wimmer von seinem Vater den Obstanbau kennengelernt und er interessierte sich bald für neue Sorten. In seinem fünf Tagwerk großen Obstgarten habe Wimmer 325 Apfel- und 60 Birnen- und Quittensorten. Bereits 2007 habe Wimmer zusammen mit dem Landratsamt Rottal-Inn eine Obstbroschüre veröffentlicht, nun habe er ein eigenes Buch herausgebracht mit dem Titel “Sortenbestimmung alter und neuer Apfelsorten”.

Viele Gäste beglückwünschten den Preisträger zu seiner Auszeichnung, Leider musste die geplante Besichtigung seines Obstgartens wegen eines Regenschauers ausfallen. Bei einer Brotzeit und selbst erzeugten Säften wurde aber noch viel fachgesimpelt und es gab mannigfaltige Erfahrungen auszutauschen.

Quelle: Bernhard Gruber