Zu einer Fortbildung unter dem Thema „Schatzkiste Donau“ hatte der Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege Niederbayern alle Jugendbeauftragten aus den Kreisverbänden und Ortsvereinen an den Donaustrand bei Niederalteich im Landkreis Deggendorf eingeladen.

Die „Schatzkiste Donau“ ist ein Umweltbildungsprojekt des Bund Naturschutz in Deggendorf und erstreckt sich auf die rund 70 km Donau zwischen Straubing und Vilshofen, die hier noch frei und in Mäandern vor der Kulisse des Bayerischen Waldes strömt und die Voraussetzung bildet für Traumstrände aus Kies, Muscheln und knorrigen Weiden und eine große Anzahl an Tier- und Pflanzenarten.

Um diesem geheimnisvollen Schatz vor der Haustür auf die Spur kommen zu können, sind alle für das Projekt erforderlichen Utensilien in einer Schatzkiste zusammengepackt und können ausgeliehen werden.

Ziel der Fortbildung war es, den Umgang mit dieser Schatzkiste zu lernen, um später selber Veranstaltungen damit durchführen zu können.

Der Diplom-Biologe und Referent der Fortbildung, Jürgen Gill, verstand es dabei ganz hervorragend, die Teilnehmer spielerisch und mit allen Sinnen an diesen einzigartigen und doch so vielgestaltigen Lebensraum im Wasser und am Ufer heranzuführen. So wurden verschiedenste Themenblöcke behandelt, die sich von der Grundschulstufe bis hin zu den Abiturklassen einsetzen lassen.

Dabei konnten die einzelnen Themen mit den Utensilien der Schatzkiste immer wieder praktisch untermauert werden, so zum Beispiel die anschauliche und mit allen Teilnehmern gemeinsame Darstellung des Wasserkreislaufs mit einem großen und bunten Schwungtuch. Weiter sollten Temperatur und Fließgeschwindigkeit gemessen, Tiere gekeschert und bestimmt und die Tier- und Pflanzenwelt der Donau anhand praktischer Kärtchen den einzelnen Bereichen vom Wasser über die Aue bis hin zum Donaudamm und das Deichhinterland zugeordnet werden.

Abgerundet wurde die halbtägige Veranstaltung durch ein Länderpuzzle, das die Donau auf ihrem Weg durch die verschiedenen Länder von der Quelle bis zur Mündung zeigt. Schließlich waren von allen Teilnehmern auch noch die Fertigkeiten als Schiffsbaumeister gefragt, galt es doch Schiffchen aus Rindenstücken zu bauen, die abschließend gemeinsam auf ihre Reise geschickt wurden.

Wie schrieb doch ein Teilnehmer Tage nach der Veranstaltung: …. Und immer noch das Rauschen der Donau im Ohr (Kein Tinnitus – soll heißen, mir hat es gefallen).

 

Harald Götz

Jugendreferent im  Bezirksverband